Bewerbung Tipps
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Bewerbung Tipps

Um sich in Australien für einen Job zu bewerben, muss man nicht wie in
Deutschland üblich eine umfangreiche Bewerbungsmappe einreichen. Meist
reichen ein Bewerbungsschreiben und ein Lebenslauf (Resume oder CV
genannt) bereits aus.

Von großer Bedeutung dagegen sind jedoch gute Englischkenntnisse, denn ohne Verständigung geht in den meisten Berufen gar nichts. Das Anschreiben und alle weiteren Unterlagen sollten daher bereits in möglichst fehlerfreiem Englisch verfasst sein; erst auf Deutsch zu formulieren und es anschließend zu übersetzen führt oft zu ungeschickten Redewendungen oder einem schlechten Ausdruck. Deshalb sollten Sie das Bewerbungsschreiben gleich in
englischer Sprache verfassen, auch wenn es schwer fällt.

Jeder Arbeitgeber legt selbst fest, welche Unterlagen er von den Bewerbern sehen möchte und macht dies bei der Ausschreibung deutlich. In den meisten Fällen sollen lediglich ein Anschreiben (englisch: cover letter) und ein Lebenslauf (englisch: resume oder CV) eingereicht werden.

Wer sich in Australien bei einem deutschen Unternehmen bewirbt, wird dagegen oft gebeten, eine umfangreiche Bewerbung abzugeben. Um Fehler zu vermeiden, ist es von Vorteil sich vorher bei den Verantwortlichen zu informieren, welche Variante gewünscht ist.

 
 

Der Lebenslauf:

Der Lebenslauf sollte je nach Berufserfahrung zwischen ein und zwei Seiten lang sein und kann den üblichen deutschen Formaten gleichen. Ebenso können Sie sich an den britischen Stil halten, der in Down Under weit verbreitet ist.

Wer besonders viel berufliche Erfahrung vorzuweisen hat, kann dies hervorheben, indem manrückwärts chronologisch alle Tätigkeiten aufzählt. Man beginnt dabei mit der derzeitigen oder gerade beendeten Tätigkeit. Auch Bewerber, die noch wenig Berufserfahrung haben, können diese Technik anwenden.

Wer bereits viele unterschiedliche Erfahrungen gesammelt hat, kann diese mit
verschiedenen Überschriften kenntlich machen. Sollten Sie erfolgreich bestandene Kurse, Fähigkeiten, eine akademische Ausbildung oder mehrere Anstellungen vorweisen können, sollten Sie dies getrennt voneinander anführen (beispielsweise unter „Education“, „Skills“ und „Employment History“).

Drücken Sie sich jedoch klar und simpel aus! Ein Lebenslauf muss auf den ersten Blick ansprechen und leicht verständlich sein, Schachtelsätze und übertriebener Ausdruck sind hier fehl am Platze.

Gegen Ende empfiehlt es sich, relevante persönliche Interessen („personal interests“) zu erwähnen, die dem Arbeitgeber zeigen, dass Sie auch charakterlich für die Position geeignet sind. Ideal sind Sportarten oder Hobbys, die Teamfähigkeit, schnelles Denken oder Koordination verlangen. Richten Sie sich hierbei nach den von Ihnen geforderten Qualifikationen.

Wer in Australien oder Neuseeland arbeiten möchte, kommt kaum ohne Referenzen aus. Sie werden als letzter Punkt im Lebenslauf genannt und können auf unterschiedliche Weise aufgeführt werden.

Unter „Referees“ kann man drei Ansprechpartner mit Namen, Kontakt und Beruf erwähnen, die Sie bestenfalls aus einem vorhergegangenen beruflichen Verhältnis, aus dem privaten Umfeld und durch eine akademische Ausbildung kennen. Sprechen Sie die Erwähnung in jedem Fall mit diesen Personen ab, denn häufig melden sich Personalbeauftragte mit einem „Reference Call“ bei ihnen, um mehr über den Bewerber zu erfahren.

Eine Alternative dazu ist das Zusammenstellen von mehreren Referenzschreiben, die als Anlage beigefügt werden. Natürlich sollten deutsche Schreiben übersetzt sein und es versteht sich von selbst, dass solch ein Empfehlungsschreiben keine negativen Bemerkungen über Sie enthalten sollte. Besonders empfiehlt sich eine Referenz, die sich mit den
Anforderungen der Position vereinbaren lässt.

Wenn Sie Ihrer Bewerbung nichts anfügen möchten, nutzen Sie den Vermerk „Referees will be supplied on request“, was bedeutet, dass Sie Empfehlungsschreiben oder Ansprechpartner auf Anfrage zur Verfügung stellen. Dies wird von den Firmen häufig in Anspruch genommen,
seien Sie daher vorbereitet, um Zeugnisse oder andere Schreiben sofort vorlegen zu können.

Nach dem Versenden der Bewerbung müssen Sie übrigens nicht unangemessen lang auf eine Antwort des Unternehmens warten. Ein sympathischer und freundlicher Anruf kann Ihre Chancen, den Job zu ergattern, sogar noch steigern.

 

Das Anschreiben:

Besonders beliebt bei australischen Firmen sind Online-Bewerbungen, da sie einfach und übersichtlich zu handeln sind. Oft können Bewerber jedoch zwischen dem üblichen Postweg und dem elektronischen Versenden wählen. Genau wie in Deutschland sollte das Anschreiben nicht länger als eine Seite sein und Bezug auf das Unternehmen, den Job und Ihre Qualifikationen nehmen, um sich so ins rechte Licht zu rücken.

Gerade weil Ihnen mit dem Anschreiben nur wenig Raum bleibt, sich gut darzustellen, sollten Sie auf Fakten verzichten, die bereits im Lebenslauf erwähnt sind. Formulieren Sie, warum Sie die optimale Besetzung für die Stelle wären, indem Sie auf die in der Stellenanzeige geforderten Kenntnisse und Qualitäten eingehen und sie mit bisherigen beruflichen Erfahrungen verbinden.

Für den Stil gilt: Drücken Sie sich höflich, aber nicht übermäßig gestelzt aus. Für gewöhnlich herrscht in Australien und Neuseeland ein offener und entspannter Umgang miteinander; die Chancen auf den Arbeitsplatz erhöhen sich, wenn Sie sich ebenso sympathisch und unkompliziert vorstellen. Vermeiden Sie jedoch zu alberne Ausdrucksweisen, schließlich möchten Sie trotzdem seriös wirken und ernst genommen werden.

Falls der Name des verantwortlichen Mitarbeiters nicht in der Stellenanzeige genannt wird, ist es unbedingt notwendig, diesen zu erfragen. Das Anschreiben sollte sich stets an einen konkreten Ansprechpartner richten. Ein kurzer Anruf oder ein Blick auf die Homepage des Unternehmens genügen meist, um den Namen des Personalchefs herauszubekommen

 

Vorstellungsgespräch:

Beim Vorstellungsgespräch sollten Sie unbedingt mit Fachwissen glänzen. Bringen Sie daher alle notwendigen englischen Fachbegriffe in Erfahrung, um sie im Gespräch sicher anwenden zu können. Seien Sie auch darauf gefasst, dass ein Einstellungstest verlangt werden kann.

Achten Sie vor allem auf:

  • Rechtschreibfehler im Anschreiben und Lebenslauf
  • eine sympathische Ausdrucksweise
  • Vereinbarkeit von Qualifikationen und Anforderungen im Anschreiben
  • die Vermeidung von Schachtelsätzen
  • Übersichtlichkeit (genügend Absätze) im Lebenslauf
  • Angabe von Referenzen

Für weitere Fragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gern zur Verfügung.

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